Trauermücken bekämpfen – ein echter Erfahrungsbericht

Die kleinen lästigen Fliegen nisten am liebsten in feuchter Blumenerde und begleiten mich schon seit jeher in meiner Wohnung. Ich werde sie einfach nie ganz los. Dabei gibt es so viele Tipps im Internet, wie man Trauermücken angeblich bekämpfen kann. Leider hat bei mir kaum ein Trick geholfen. Und glaub mir – ich hab einiges probiert!

Da ich so sehr mit der Plage gekämpft habe, möchte ich hier unbedingt mit dir teilen, was bei mir geholfen hat und vor allem was nicht!

Folgende Methoden haben bei mir rein gar nichts gebracht:

  • Kaffeesatz auf die Erde geben. Der Kaffee hat die Fliegen keine Minute beirrt. Dafür schossen auf einmal viele neue Blätter aus meiner Zimmerpflanze, der der natürliche Dünger augenscheinlich gut getan hatte.
  • Die Blumenerde mit Quarzsand bedecken. Der Sand war den Fliegen vollkommen egal. Sie haben ihre Eier wie eh und je in die Erde gelegt, auch durch eine dicke schicht Sand.
  • Strumpfhose über den Blumentopf ziehen. Hat nichts gebracht, die kleinen Fliegen sind einfach hindurch gekrabbelt. Vielleicht war die Strumpfhose, die ich verwendet habe, auch einfach nicht engmaschig genug.
  • Abgebrannte Streichhölzer in die Erde stecken. Ich glaube ich konnte die Fliegen lachen hören, als ich 20 Streichhölzer kopfüber in die Erde gesteckt habe…

Kurzfristige Erfolge konnte ich mit folgenden Methoden erreichen:

  • Die Blumenerde komplett wechseln und dabei die Pflanze bis auf die Wurzeln abspülen. Leider sind die kleinen lästigen Biester nur für eine Weile fort gewesen und haben sich dann wieder in der Zimmerpflanze niedergelassen. In der schönen frischen Blumenerde.
  • Nematoden. Die kleinen Fadenwürmer sollen ja eigentlich das Wundermittel gegen Trauermücken sein. Bei mir hat aber auch diese Methode nur kurzzeitig Verbesserungen gebracht und wenig später war es schlimmer denn je.
  • Gelbstecker. Die Klebefläche bringen eigentlich nur in Kombination mit einer anderen Maßnahme etwas, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sowohl die Larven, als auch die erwachsenen Fliegen bekämpfen muss.

Wirklich geholfen haben diese beiden Methoden:

  • Die Pflanze 4 Wochen lang trockenlegen. Staubtrockene Erde sind ein schlechter Nährboden für Trauermücken-Larven. Sie können dort nur schwer überleben. Leider verträgt nicht jede Pflanze so viel Trockenheit.
  • Die Blumenerde mit einem Granulat aus Ton ersetzen. Vor kurzem habe ich dies mit einer meiner Topfpflanzen gemacht und seitdem habe ich so gut wie keine Trauermücken mehr. Ein paar einzelne verirren sich ab und zu nochmal an die Gelbstecker, aber im Grunde konnte ich die Population auf ein Minimum beschränken. Das Granulat habe ich in einem Blumenladen besorgt, der hatte ausschließlich die Marke „Seramis„.

Ich hoffe mein ehrlicher Erfahrungsbericht erspart dir einige Experimente, die das Problem nur noch schlimmer machen. Oder hast du noch weitere Tricks, die ich hier noch nicht erwähnt habe? Dann lass mir gerne einen Kommentar da mit deinem Tipp!

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