Ich habe mir schon vor einiger Zeit ein richtig schönes Kunstfell auf dem Stoffmarkt Holland gekauft (noch Prä-Corona). Lange Zeit wusste ich jedoch nicht, was ich damit machen sollte. Ein Kragen für einen Mantel? Ein Muff? Eine kuschelig warme Felldecke? Dann hatte ich mich endlich entschlossen: ich wollte ein Kunstfell-Kissen nähen!
Aber ich kann euch sagen: das ist leichter gesagt, als getan. Denn der Stoff ist extrem dick und lässt sich daher kaum mit meiner Nähmaschine verarbeiten. Die Eigenschaften, die mich zum Kauf bewegt haben (super dickes und kuscheliges Fell), erwiesen sich als etwas unpraktisch bei der Verarbeitung. Wie sollte ich es nur zuschneiden, geschweige denn vernähen?
Aber nicht verzagen, Nessa fragen!
Kunstfell verarbeiten
Dickes Kunstfell kann ganz schön störrisch sein. Erst wollte ich es mit einer normales Schneiderschere bearbeiten, habe aber schon vor dem eigentlichen Schneiden festgestellt, dass ich dabei das schöne Fell stark malträtiere. Daher griff ich zu einem großen Nahttrenner. Wie ich weiter vorgegangen bin, liest du in meiner Anleitung.
Kunstfell-Kissen nähen – so geht’s in drei Schritten
Das brauchst du für das Kunstfell-Kissen:

Kunstfell Kissen nähen
- Kunstfell zuschneiden
Zum Zuschneiden eignet sich besonders gut ein großer Nahttrenner. Ich besitze einen von Prym, der seinen Job gut gemacht hat.
- Fell um das Kissen legen und zusammennähen
Da das Kunstfell so dick ist, habe ich das Kissen nicht rechts auf rechts, sondern links auf links zusammengenäht. Denn durch das Wenden, wäre das Fell in der Naht stecken geblieben wodurch es an den Rändern nicht mehr so fluffig ausgesehen hätte. Fange also an das Kissen an zwei Seiten mit großen Stichen zu schließen. Ziehe Haare, die du dabei eventuell einklemmst mit Hilfe der Nadel wieder heraus.
- Füllkissen einlegen und Kissenbezug schließen
Wenn nur noch eine Seite des Kissens offen ist, dann stecke das Füllkissen in den Bezug und schließe die offene Seite. Schon ist dein Kunstfell-Kissen fertig!
Soll aus dem Kissen ein Geschenk werden? Dann packe es ganz nachhaltig mit der Furoshiki-Technik ein!