Kleiderschrank ausmisten – aber nachhaltig!

Meine letzte Challenge (Streaming Detox – für mehr „echtes Leben“) war ein richtiger Erfolg. Ich habe es geschafft, mein Leben anders zu gestalten und mir wieder mehr Raum für meine Gedanken zu geben, indem ich ein Jahr auf meinen Fernseher verzichtet habe. Nun wird es Zeit für die nächste Herausforderung: den Kleiderschrank ausmisten und einen nachhaltige Garderobe darauf aufbauen.

Ich gebe mir wieder ein ganzes Jahr Zeit. Ein Jahr, in dem ich nicht komplett auf Kaufen verzichten werde. Ich werde auch nicht meine gesamte Kleidung in einen Kleidercontainer werfen, sondern eine meiner selbst entwickelten Methoden verwenden. Was Marie Kondo kann, das kann ich schon lange.

Kleiderschrank ausmisten: Die 1-gegen-2-Methode

Ich hatte noch nie ein Übermaß an Kleidung, aber ich habe schon vor längerer Zeit festgestellt, dass ich doch immer die gleichen Sachen anziehe. Darum lungerten auch in meinem Kleiderschrank so einige schöne Kleidungsstücke, die aber nie ausgeführt wurden. Als mir das richtig bewusst wurde, entwickelte ich eine eigene Methode meine Kleidung zu reduzieren, nämlich die 1-gegen-2-Methode. Und diese sieht folgendermaßen aus:

  1. Kaufe ich ein neues Teil, müssen zwei alte Teile weichen. Dabei ist es völlig egal, aus welcher Kleidungskategorie das neue oder alte Teil ist. Es geht erst einmal nur darum, eine kleine Hürde in meine Konsumgewohnheiten einzubauen. Nun weiß ich, wenn ich mir ein neues Teil kaufe, dass ich zwei ungeliebte oder wenig getragene Teile weggeben muss.
  2. Verkaufe oder verschenke die beiden alten Teile. Denn ich möchte mit dieser Methode nicht bewirken, dass du noch intakte Kleidungsstücke in die Tonne wirfst. Es gibt viele Möglichkeiten deine alte Kleidung loszuwerden. Nutze Kleinanzeigen-Apps wie Kleiderkreisel oder Zalando Wardrobe. Vielleicht gibt es auch bei dir in der Nähe einen Second-Hand-Shop oder einen regelmäßigen Flohmarkt? Oder frag doch mal in deinem Freundes- und Bekanntenkreis nach, ob jemand die Teile haben möchte. Natürlich kannst du deine alte Kleidung auch für wohltätige Zwecke beim Deutschen Roten Kreuz oder anderen gemeinnützigen Organisationen abgeben. Du merkst also, es gibt viele Möglichkeiten!
  3. Geht ein Teil kaputt, ist dies keine Ausnahme von der Regel. Kaufe ich ein neues Teil, um das alte zu ersetzen, gilt weiterhin die 1-gegen-2-Regel!

Diese Methode zum Kleiderschrank ausmisten klingt jetzt erstmal weniger radikal als andere. Aber du wirst sehen, dass es dir am Anfang noch leicht fällt, Dinge auszusortieren. Doch umso länger du die Methode anwendest, desto ausgewählter wird dein Kleiderschrank und umso mehr Platz wirst du haben, auch alle Teile wertschätzen zu können.

Versuche diese Methode so lange anzuwenden, bis dein Kleiderschrank ausschließlich aus Teilen besteht, die du auch wirklich trägst.

Kleiderschrank ausmisten: Die Jahreszeiten-Boxen-Methode

Eine weitere Methode, die ich für mich nun nutze, ist die Jahreszeiten-Boxen-Methode. Hierbei teile ich meine Garderobe in mindestens zwei Kategorien auf, nämlich Frühjahr / Sommer und Herbst / Winter. Du kannst sie natürlich auch in vier Kategorien aufteilen, für jede Jahreszeit eine. Aber ich persönlich trage meine Kleidungsstücke nicht ganz so spezifisch.

Wenn du nun entschieden hast, was auf die unterschiedlichen Haufen kommt, packst du die Kleidung in unterschiedliche Kisten. Dein Kleiderschrank sollte nun so gut wie leer und deine Kleidung in den Kisten verstaut sein. Die Jahreszeiten, die nicht aktuell sind, kannst du nun gut verstauen. Du brauchst sie erst einmal nicht. Behalte nur die Kiste für die aktuelle Jahreszeit bei dir. Nun folgt der eigentlich Clou an der Technik: Du fängst ab jetzt an, dir deine Kleidung, die du tragen möchtest, aus der Kiste zu holen. Aber es darf nur in deinen Kleiderschrank zurückwandern, was du auch wirklich angezogen hast. Kleidungsstücke, die bis zum Ende der Jahreszeit in der Kiste verweilen, können aussortiert werden.

Und so kannst du mit jeder Jahreszeit umgehen. Du wirst sehen, dass du am Ende dieser Methode einen Kleiderschrank voller LieblingsstĂĽcke haben wirst!

Entwickle deinen Kleiderschrank weiter

Wenn diese beiden Methoden ihre Wirkung gezeigt haben, ist es an der Zeit, deinen Kleiderschrank nachhaltig weiterzuentwickeln. Und das ist eigentlich ganz einfach, wenn du folgende Regeln befolgst:

  • Trage deine Kleidung möglichst lange. NatĂĽrlich soll das nicht heiĂźen, dass du mit löchrigen T-Shirts rumlaufen sollst. Sondern trage deine Kleidung so lange sie noch gut ist und du dich darin wohl fĂĽhlst.
  • Achte beim Kauf von neuen Teilen auf eine nachhaltige Herstellung. (Lies dazu auch: Nachhaltige Mode – darauf musst du achten)
  • Versuche zusammenpassende Teile zu kaufen. Es muss nicht gleich eine Capsule Wardrobe sein, aber es hilft, wenn deine Teile einem gewissen Stil folgen und untereinander kombinierbar sind. So schaffst du es mit wenigen Teilen viele Looks zu kreieren.
  • Kauf auch mal Second Hand. Wie oben schon erwähnt, ist das Angebot riesig! Und es macht auch unheimlich viel SpaĂź mal auf einem Kleidermarkt stöbern zu gehen.
  • Vermeide Impulskäufe. Häufig sind Impulskäufe besonders unĂĽberlegt und man entscheidet sich fĂĽr ein Teil, das vielleicht nach guter Ăśberlegung gar nicht in deinen jetzigen Kleiderschrank passt. Das macht es schwieriger zu kombinieren und so wird ein Teil schnell zum Fehlkauf.

Ich werde nun versuchen meine eigenen Tipps anzuwenden und einen Kleiderschrank gestalten, auf den ich hoffentlich in einem Jahr besonders stolz bin. Hast du auch Lust bekommen mitzumachen und meine Methoden auszuprobieren? Dann lass mir gerne einen Kommentar da, ich bin sehr gespannt, wie sie fĂĽr dich funktionieren!

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für die Tipps! Ich muss leider bald von einem 20-Quadratmeter WG-Zimmer auf ein 12-Quadratmeter Zimmer umsteigen. Daher hat mein Kleiderschrank und auch mein ganzes Zimmer eine Entrümpelung nötig. Ich werde daher die Jahreszeiten-Boxen-Methode mal ausprobieren, das klingt definitiv effektiv!

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