Zeitung im Briefkasten
Nachhaltigkeit

Bitte keine Werbung!

So oft diskutiert die Politik über Datenschutz. Darüber, ob mir Onlineshops Newsletter schicken oder Callcenter mich kontaktieren dürfen. Letztendlich kam man zu dem Entschluss, dass ich für einen persönlichen Kontakt eindeutig zustimmen muss. Ein Glück, denn sonst würde mein E-Mail-Postfach irgendwann vor Erschöpfung aufgeben und mein Telefon nicht mehr still stehen.

Aber was mich jeden Tag ärgert, in der echten und realen Welt: jeder kann mir einfach etwas in den Briefkasten werfen. An dem einen Tag kam die Speisekarte vom Chinesen um die Ecke, an dem anderen Tag das erste von drei (!!!) wöchentlich erscheinenden Käseblättern. Bei der Menge Papier, die mir ungewollt ständig in den Briefkasten geworfen wurde, wird mir richtig schlecht. Und dafür werden Bäume gefällt? Dass an meinem Briefkasten schon immer „Keine Werbung“ stand, wurde anfangs geflissentlich ignoriert.

Endlich weniger Müll durch weniger Werbung?

Nur ein besonders auffälliger Aufkleber mit einem großen roten Stoppschild hat Abhilfe geschaffen. Aber warum muss das nur so sein? Warum stellen wir so selten öffentlich infrage, ob mir wirklich jedermann etwas in meinen Briefkasten werfen darf? Die Verschwendung von Ressourcen mal ganz außer Acht gelassen. Absurderweise erinnert mich das ganze an den Roman „Qualityland“ von Marc-Uwe Kling (ein sehr gutes Buch, wirklich lesenswert!).

Die Handlung spielt dort in einer fiktiven Zukunft, in der Kunden von Onlineshops einfach zugeschickt bekommen, was ein Algorithmus für sie berechnet hat. Und es ist unmöglich, etwas zurückzugeben, was man eigentlich gar nicht haben wollte. Genau so fühle ich mich, wenn ich wieder unerwünschte „Post“ bei mir Briefkasten finde und in mir schreit es „Ich will das nicht!“.

Was können wir tun?

Wir können aufhören die Zeitung aus unseren Briefkästen direkt in den Müll zu befördern und verhindern, dass sie dorthin gelangt. Man könnte bestimmt einen großen Aufstand anzetteln, eine Demo oder eine Online-Petition starten. Tolle Ideen, aber den Anfang machst du mit einem kleinen Schritt: Besorge dir einen Aufkleber und verzichte auf Werbung, Prospekte und kostenlose Zeitungen. Mach es für die Umwelt und gegen Verschwendung.

Aufkleber kannst du einerseits für wenig Geld kaufen, oder du kannst einfach selbst ein Stück Papier bedrucken und dieses am Briefkasten anbringen. Beides ist kein Hexenwerk.

Bei Ecomonkey findest du einen interessanten Artikel zu dem Thema Keine Werbung Aufkleber und kostenlose Vorlagen zum Download.

Möchtest du dich auch in anderen Lebensbereichen weniger Werbung aussetzen? Dann schau gerne mal in meinen Artikel zum Thema Streaming Detox.

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